Ein Blick aus dem Fenster ließ vermuten, dass das heutige
traditionelle Tannenbaum versenken unter geringer Beteiligung
stattfinden würde.
Es war nass kalt
und
auf den Wiesen hingen noch die Nebelschwaden. Da
wir uns nichts Besseres vorgenommen hatten, machten wir uns doch auf
den Weg nach Uthlede und wurden sichtlich überrascht. Margret, unser
Festausschuss, war bereits damit beschäftigt, die vielen Anwesenden zum
Aufbauen des Pavillons zu animieren. Auch Chefkoch Waldi war schon
dabei, seine Küchenutensilien zu sortieren. Nach und nach fanden sich
etliche Seeteufel ein, so dass wir später 27 Pers. zählten, selbst
Geburtstagskind Peter ließ es sich nehmen, vorbei zu schauen. Schon
gleich zu Beginn stellten sich viele die Frage, ob auch jemand einen
Tannenbaum mitgebracht hatte und diesen versenken wollte. Tatsächlich
fanden sich 2 Bäume ein und passend dazu 2 hartgesottene Taucher.
Bevor
es ins Wasser ging, wurde natürlich erstmal der See abgecheckt, denn
vom Ufer aus war er ca. 15 m weit gefroren. Das veranlasste die beiden
Taucher dazu, außer den Tannenbäumen noch eine Sicherheitsleine
mitzuführen. Unter Aufsicht fast aller Anwesenden machten sich Torsten
und Matthias auf den Weg ins kalte Nass. Während die 25 anderen
Seeteufel sich an der köstlichen Suppe erfreuten und sich mit Kaffee,
Kakao oder Glühwein aufwärmten, blieben die hartgesottenen Taucher 25
Min. unter Wasser. Den Berichten zufolge war es in der Tiefe wärmer als
an der Oberfläche, kein Wunder, denn oben gab es ja zum Teil eine
Eisschicht. Allein der Gedanke
daran lässt mich schon erfrieren. Nach
ca. 2 Std. waren Rudi und ich dann auch so sehr durchgefroren, dass es
uns auf unsere warme Couch nach Hause zog.
Aber nichts desto Trotz war es ein sehr schöner Sonntagvormittag.