Vereinsreise 2004

Ein Bericht von Margret und Inge

Am 09.09.04 machten sich 16 Seeteufel auf, um in Ägypten einen schönen Urlaub zu verbringen. Wir flogen über München nach Masa Alam. Am Flughafen trennten wir uns, 14 Seeteufel gingen für 7 Tage auf eine Tauchsafari, Jens und Jens machten sich auf ins Hotel um von dort aus zu tauchen. Im Hafen lag unser Schiff mit 4 Mann Besatzung und unserer Tauchguide Alischah schon bereit. Mit dem Zodiak wurden wir und unser Gepäck rübergeschippert. Es wehte schon recht heftig. An Bord hieß es Schuhe aus und 7 Tage nicht wieder anziehen. Wir suchten uns unsere Kajüten aus, sie waren klein aber fein und mit Bad. Die Meisten von uns brauchten sie ja nur als größeren Kleiderschrank.
Am 10.09. nach dem Frühstück hieß es Leinen los und wir sahen die Küste das letzte Mal. Uns erwarteten wunderbare Tauchgänge. Das erste Riff hatte den Namen "Abu Galaba small" mit Zackenbarsch und Wrack. Wir sahen Schildkröten, Haie, Napoleons, Rotfeuerfische, riesengroße Tischkorallen, um nur einiges aufzuzählen. Die Tauchgebiete hatten wunderschöne Namen wie Gotha Soraya, Habibi Osama, Shaab Claudio, Malahi Sataya und viele mehr.
Mit einer kleine Geburtstagstorte und einer wunderschönen, zauberhaften Bauchtänzerin wurde Markus in der Nacht zum 12.09. zu seinem Geburtstag überrascht.
SchatzsucherEs ist keine Frage, die Seeteufel sind seefest. Starker Wind und Wellengang haben uns die ganze Reise über begleitet. Es ist ein besonderes Erlebnis, unter sternenübersätem Himmel einzuschlafen. Als wir aber am Dagerow Riff morgens um 4.00 Uhr durch einen harten Schlag unsanft aus unseren Träumen gerissen wurden und ein Seeteufel an Deck geschossen kam, nach einer Schwimmweste schrie und von Bord gehen wollte, weil das Schiff ein Leck haben könnte, wurde Einigen doch ein bisschen mulmig. Als sich aber herausstellte, daß das Schiff noch seetüchtig war und wir unsere Fahrt fortsetzen konnten, trat auch schnell wieder Ruhe ein und wir schliefen alle bis zum Frühstück weiter.
Waldi suchte seine blauen Flossen und mußte erst einmal mit den Flossen ins Wasser gehen, die übrig geblieben waren, er stellte fest, das sie wie angepaßt saßen. Wie ein Luchs paßte er nach dem Tauchgang auf, wer nun mit blaue Flossen an Bord kam. Nach längerem überlegen kam ihm die Erleuchtung. Er hatte sich neue Flossen gekauft und es waren die, die so wunderbar paßten.  Rudi wollte mal ausprobieren, wie lange er mit 27 bar tauchen kann, Jörg hat gedacht es geht auch ganz ohne Luft. Margret machte eine komplette Landung auf der Plattform und hat festgestellt, man kann auch im sitzen von Bord kommen, man muß nicht immer im Stehen von Bord springen. Bei einem Nachttauchgang hieß es, drei Seeteufel, drei Meinungen zurück finden wir doch. Am letzten Abend an Bord wurden wir noch einmal von der liebreizenden Bauchtänzerin Moni unterhalten, die uns Frauen auch noch Unterricht gab.
Am 16.09. liefen wir wieder den Hafen an. Es war toll an Bord. Die Mannschaft war hilfsbereit und immer zuvorkommend. Ein besonderer Dank an den Koch, der in seiner kleinen Kombüse die leckersten und üppigsten Menüs für uns zauberte. Auch einen Dank an unsere russische Tauchbegleiterin Alischa, die für uns die tollen Riffe aussuchte und uns auf unseren Tauchgängen begleitete.
Nun mußten wir uns von Alex, Waldi, Uschi und Kalle verabschieden, die wieder nach Hause flogen. Wir Anderen machten uns auf den Weg in unser Hotel Lahami Bay, wo wir schon von Jens B. und der Managerin Mr. Ursula erwartet wurden. Unsere wunderschönen großen Zimmer waren alle in einem Trakt, was Jens B. für uns organisiert hatte. Die Tauchbasis war sehr gut. Man und konnte von Land aus tauchen, mit einem kleinen Boot für 10 Taucher rausfahren oder Tagesfahrten unternehmen. Nach den Tauchgängen konnte man noch gemütlich mit anderen Tauchern zusammen sitzen und philosophieren.
Ein High-Light war unser Ausflug zum Kamelmarkt an die sudanesische Grenze. Einige von uns nutzten die Gelegenheit ein Krankenhaus zu besichtigen, andere brachten mit ihren zähen Verhandlungen beim Shisha Kauf nicht nur die armen Ägypter zur Verzweiflung. Zum Glück wollte kein Ägypter seine Kamele gegen unsere Frauen tauschen. All abendlich genossen wir gemeinsam unser üppiges Essen unter freiem Himmel und ließen beim gemütlichen Klönschnack und einer Shisha die Abende ausklingen.

Es war ein rundum toller Urlaub.