Nun sollte es endlich soweit sein - nachdem ich bisher
ausschließlich im Mittelmeer und in der Karibik getaucht bin,
stand Gl. Albo auf dem Plan. Da Alex einen Verweis auf den Campingplatz
in der Seeteufel-Homepage hinterlegt hatte, war es möglich, sich
die genaue Anfahrtroute ausdrucken zu lassen. So kamen meine Frau und
ich am Samstag nach knapp 4 Std. zähem Verkehr gegen 11.00 Uhr an.
Die Wohnwagen-/ Zeltstadt unseres Vereins war schnell gefunden und
sofort begannen wir unser Zelt aufzubauen. Eigentlich wollte ich lieber
einen Wohnwagen auf dem Campingplatz buchen, aber trotz großer
Bemühungen von Susanne, Waldi und Reinhard war nichts zu
reservieren. Im Nachherein war das Zelt auch völlig in Ordnung, da
an dem Wochenende tolles Wetter war.
Der Tauchbetrieb lief zu der Zeit so, dass ständig kleine Gruppen
vom Tauchgang kamen und andere gerade starteten. Es mutete ganz
entfernt an wie in einem Durchgangslager. Aber auch die Fraktion der
Unterhalter war vertreten. Das sind diejenigen, die am Wochenende nur
"virtuell" getaucht sind und ansonsten zur allgemeinen Belustigung
beigetragen haben; auf diese Art und Weise konnte ich wieder manch
coolen Spruch lernen.
Wichtigster
Mann der Mannschaft war natürlich Waldi. Unser Smutje war die
meiste Zeit in der Zeltkombüse zu finden, um für unser
leibliches Wohl zu sorgen. Ein Kompliment für seine Kochkunst; was
er auch auffuhr, es hat alles sehr lecker geschmeckt. Unser Hund ist
der gleichen Meinung ? der Boden unter dem Tisch war für ihn ein
Eldorado. Doch nun zur sportlichen Seite. Am Nachmittag unternahm ich
mit Waldi meinen ersten Tauchgang in der Ostsee vom Strand aus.
Für jemanden, der 40 bis 50 Meter Sichtweite gewohnt ist, war es
zwar kein Schock, aber doch eine erhebliche Umstellung. Ein
Übriges tat die Strömung (deshalb ja auch beste Gelegenheit,
ein entsprechendes Brevet abzulegen). Als wir uns am Meeresboden
entlang hangelten war ich angenehm überrascht von der Tier- und
Pflanzenwelt. Bei einer Sichtweite von ca. 2 Metern schwebten die durch
die Scheinwerfer weiß erleuchteten Sinkstoffe wie ein
Schneetreiben an uns vorbei; Gedanken an die Winterzeit kamen
kurzfristig auf.
Mit Beendigung des Tauchgangs habe ich für mich das Resümee
gezogen, dass es nicht der letzte Tauchgang in Gl. Albo gewesen sein
muss. Am Sonntag nach dem Frühstück übernahm ich dann
die Aufgabe, Susanne, Mathias, Reinhard und Alex mit dem Motorboot zu
einen Tauchspot zu fahren. Geplant war, dass die Gruppe mit der
Strömung abtaucht und ich auf Stand-by-Position bleibe, um sie
anschließend gleich aufzunehmen. Soviel zur Theorie. Praxis war,
dass mich nach 45 Minuten so langsam ein ungutes Gefühl beschlich,
als die Gruppe nicht in meiner Nähe aufgetaucht war. Weit und
breit konnte ich keine Taucherboje ausmachen. Nachdem mein Blick
über den Strand (Ausgangspunkt) schweifte erkannte ich 2 Personen.
Sollten das meine Seeteufel sein? Mit zunehmender Nähe wurde meine
Vermutung zur Gewissheit: es waren Alex und Reinhard. Nicht weit
entfernt warteten die anderen beiden.
Mit diesen Episoden möchte ich es bewenden lassen. Insgesamt war
es ein sehr geselliges Wochenende mit sehr viel Spass. Dank an dieser
Stelle an alle, die zum Gelingen dieser Fahrt ihren Beitrag geleistet
haben.