Gl. Albo

Ein Bericht von Joachim Munderloh

Nun sollte es endlich soweit sein - nachdem ich bisher ausschließlich im Mittelmeer und in der Karibik getaucht bin, stand Gl. Albo auf dem Plan. Da Alex einen Verweis auf den Campingplatz in der Seeteufel-Homepage hinterlegt hatte, war es möglich, sich die genaue Anfahrtroute ausdrucken zu lassen. So kamen meine Frau und ich am Samstag nach knapp 4 Std. zähem Verkehr gegen 11.00 Uhr an.
Die Wohnwagen-/ Zeltstadt unseres Vereins war schnell gefunden und sofort begannen wir unser Zelt aufzubauen. Eigentlich wollte ich lieber einen Wohnwagen auf dem Campingplatz buchen, aber trotz großer Bemühungen von Susanne, Waldi und Reinhard war nichts zu reservieren. Im Nachherein war das Zelt auch völlig in Ordnung, da an dem Wochenende tolles Wetter war.
Der Tauchbetrieb lief zu der Zeit so, dass ständig kleine Gruppen vom Tauchgang kamen und andere gerade starteten. Es mutete ganz entfernt an wie in einem Durchgangslager. Aber auch die Fraktion der Unterhalter war vertreten. Das sind diejenigen, die am Wochenende nur "virtuell" getaucht sind und ansonsten zur allgemeinen Belustigung beigetragen haben; auf diese Art und Weise konnte ich wieder manch coolen Spruch lernen.
AbendessenWichtigster Mann der Mannschaft war natürlich Waldi. Unser Smutje war die meiste Zeit in der Zeltkombüse zu finden, um für unser leibliches Wohl zu sorgen. Ein Kompliment für seine Kochkunst; was er auch auffuhr, es hat alles sehr lecker geschmeckt. Unser Hund ist der gleichen Meinung ? der Boden unter dem Tisch war für ihn ein Eldorado. Doch nun zur sportlichen Seite. Am Nachmittag unternahm ich mit Waldi meinen ersten Tauchgang in der Ostsee vom Strand aus. Für jemanden, der 40 bis 50 Meter Sichtweite gewohnt ist, war es zwar kein Schock, aber doch eine erhebliche Umstellung. Ein Übriges tat die Strömung (deshalb ja auch beste Gelegenheit, ein entsprechendes Brevet abzulegen). Als wir uns am Meeresboden entlang hangelten war ich angenehm überrascht von der Tier- und Pflanzenwelt. Bei einer Sichtweite von ca. 2 Metern schwebten die durch die Scheinwerfer weiß erleuchteten Sinkstoffe wie ein Schneetreiben an uns vorbei; Gedanken an die Winterzeit kamen kurzfristig auf.
Mit Beendigung des Tauchgangs habe ich für mich das Resümee gezogen, dass es nicht der letzte Tauchgang in Gl. Albo gewesen sein muss. Am Sonntag nach dem Frühstück übernahm ich dann die Aufgabe, Susanne, Mathias, Reinhard und Alex mit dem Motorboot zu einen Tauchspot zu fahren. Geplant war, dass die Gruppe mit der Strömung abtaucht und ich auf Stand-by-Position bleibe, um sie anschließend gleich aufzunehmen. Soviel zur Theorie. Praxis war, dass mich nach 45 Minuten so langsam ein ungutes Gefühl beschlich, als die Gruppe nicht in meiner Nähe aufgetaucht war. Weit und breit konnte ich keine Taucherboje ausmachen. Nachdem mein Blick über den Strand (Ausgangspunkt) schweifte erkannte ich 2 Personen. Sollten das meine Seeteufel sein? Mit zunehmender Nähe wurde meine Vermutung zur Gewissheit: es waren Alex und Reinhard. Nicht weit entfernt warteten die anderen beiden.
Mit diesen Episoden möchte ich es bewenden lassen. Insgesamt war es ein sehr geselliges Wochenende mit sehr viel Spass. Dank an dieser Stelle an alle, die zum Gelingen dieser Fahrt ihren Beitrag geleistet haben.